Teil 1: Zusammenfassung der Käner Fussballgeschichte 1963/64 von Wolfgang Schröder

Eine kurze Zusammenfassung der damaligen Fußballgeschichte aus Sicht des Kreis-A-Jugendmeisters 1963/1964.

Den meisten seinerzeitigen Spielern der A-Jugendmannschaft ist bewusst, dass ein Ereignis, welches sich zum 50. Mal jährt, für viele jüngere Vereinsmitglieder des 1. FC Kaan-Marienborn fast bedeutungslos ist, weil jeder Zusammenhang zu ihrer jetzigen sportlichen Tätigkeit fehlt.

Aus diesem Grunde scheint es angemessen und sicher für die jüngeren Jahrgänge auch von Interesse, die nationale „Fußballwelt“ des Jahres 1964 unter der als Anlage beigefügten Ablichtung der neuen Sportwoche vom 11.05.1964 einmal kennen zu lernen.

Zu jener Zeit existierten auf deutschem Boden zwei von der Fifa anerkannte Fußballverbände, die sich international betätigten.

In der seinerzeitigen Bundesrepublik Deutschland war dies der Deutsche Fußballbund (DFB) und auf dem Territorium der DDR der Deutsche Fußballverband (DFV). Nur einmalig während der Fußballweltmeisterschaft 1974 kam es zu einem Aufeinandertreffen der A-Auswahlmannschaften, das seinerzeitig mit einem 1:0 Sieg der DDR-Auswahlmannschaft über den späteren Fußballweltmeister 1974, die DFB-Auswahl, endete.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der DFV 1990 aufgelöst und fand als neugegründeter Nord-Ostdeutscher Fußballverband (NOFV) im Sinne eines Regionalverbandes im DFB Aufnahme.

Auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gliederte sich der DFB in 16 Landesverbände auf. Die Bundesliga hatte am 10.05.1964 ihre 1. Spielzeit beendet und den 1. FC Köln als ihren 1. Meister gekrönt.

Sechs Regionalligen bildeten den Unterbau unter der Bundesliga. Eine 2. oder 3. Bundesliga war noch nicht existent.

Wie der erwähnten Anlage auch zu entnehmen ist, stieg der seinerzeitige Regionalligist, die Sportfreunde Siegen aus dieser Klasse ab, weil er „nur“ in seinem Heimspiel ein 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach erreichte, das seinerzeitig von den Nationalspielern Netzer und Höttges angeführt wurde.

Sechzehn Amateuroberligen, die den Landesverbänden zugeordnet waren, bildeten die 3. bundesdeutsche Spielklasse. Viertklassig waren die Landesligen und fünftklassig die Bezirksligen.

Das Frauenfußballspiel war nach DFB-Statuten in Übereinstimmung mit dem englischen Fußballverband bis 1970 untersagt.

Die Medienlandschaft des Jahres 1964 war mit der jetzigen nicht vergleichbar.

Die Siegener Zeitung, die Westfälische Rundschau und die Westfalenpost – die beiden letzten jeweils in ihrer Lokalausgabe – berichteten relativ ausführlich über sportliche Ereignisse und insbesondere über den lokalen Fußballsport.

Eine Besonderheit stellte seinerzeit die vorher schon erwähnte „Neue Sportwoche“, besser bekannt als „Sportblättchen“. Jene war eine Vorwegausgabe am Montagmorgen der erst nachmittags erscheinenden Siegener Zeitung. Sie berichtete ausschließlich über die Sportereignisse des letzten Wochenendes.

An Fernsehsendern waren seinerzeit lediglich die ARD und das ZDF zu empfangen.
Mit Gründung der Fußballbundesliga 1963 wurde die ARD Sportschau samstags um 18:00 Uhr ausgestrahlt, um hauptsächlich über den Bundesligaspieltag zu berichten. Der unvergessene Ernst Huberty war ihr hervorragender Moderator.

Das ZDF Sportstudio nahm erstmals am 14.08.1963 unter der Moderation von Harry Valerien seinen Betrieb auf. Die allseits bekannte Torwand wurde das Markenzeichen dieser Sendung. Da Spielergebnisse vor Beginn des ZDF Sportstudios gegen 22:00 Uhr schon bekannt waren, lieferte das ZDF Sportstudio neben Spielberichten über die Bundesliga auch Hintergrundinformationen und wurde zu einem beliebten Treffpunkt tagesaktueller überragender Fußballspieler der Bundesliga.

Abgesehen vom Hörfunk bestanden zu dieser Zeit keine nennenswerten weiteren Informationsquellen für den sportlich Interessierten. Weitere Fernsehprogramme als die ARD und das ZDF waren im Regelfalle nicht verfügbar, das Internet und das Handy noch nicht existent.

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