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Entwicklung steht bei B-Junioren im Vordergrund

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Seit fast einem halben Jahr ist David Walter nun Trainer der B-Junioren unserer JSG. Vor der Winterpause bietet sich die Zeit, um ein erstes Fazit zu ziehen.

Frage: David, wie sind die ersten Monate als Trainer unserer B-Jugend verlaufen?

Walter: Für mich war es erstmal eine Umstellung vom Leistungssport bei der U15 der Sportfreunde Siegen in den Breitensport. Wir wollen aber natürlich schon leistungsorientiert arbeiten. So langsam greifen die ersten Automatismen. Wir sind zwar 5. geworden und haben nur 2 von 5 Spielen gewonnen, aber die Spieler haben sich  einzeln gut gesteigert, die Mannschaft hat parallel dazu auch einen guten Zusammenhalt entwickelt.

Frage: An welchen Stellschrauben hast Du in den ersten Einheiten denn gedreht? An welchen Grundlagen habt ihr konkret gearbeitet?

Walter: Wir haben erstmal an der einfachen Technik und dem beidfüßigen Passspiel aus einer natürlichen Körperhaltung heraus gearbeitet. Außerdem haben wir ausführlich an der Ballannahme und Ballmitnahme gefeilt uns bewusst gar nicht so sehr mit dem Dribbling beschäftigt. Im Über- und Unterzahlspiel haben wir das Passen dann spielsituativ verfeinert. Generell ist mir das Passspiel sehr wichtig. Den flachen Spielaufbau haben wir immer wieder thematisiert.

Frage: Wie hältst Du die Jungs in dieser Zeit der spielerischen Umstellung, die nicht unbedingt von Erfolgen geprägt ist, bei der Stange?

Walter: Der Ehrgeiz und die Motivation steigen natürlich mit den Erfolgen, die jetzt in dieser Form erstmal ausgeblieben sind. Ich versuche aber, den Jungs ein sehr gutes, auf die Teilnehmerzahl und den Trainingsstand abgestimmtes Training zu bieten. Wenn zum Beispiel mal nur 8 Leute da sind, konzipiere ich eine Einheit für 8 Spieler, bei der die Jungs viele Wiederholungen haben. Ein gewisses Konsequenz-Verhalten muss auf der anderen Seite aber natürlich auch sein. Wenn ich einen flachen Spielaufbau fordere und sich ein Spieler vehement nicht daran hält, dann habe ich keine Probleme damit, ihn auch mal aus dem Spiel zu nehmen.

Frage: Das heißt im Umkehrschluss, dass der Lernprozess in diesem Jahr bei deiner Mannschaft klar im Vordergrund steht?

Walter: In jedem Fall. Die individuelle Entwicklung ist momentan viel wichtiger, Ergebnisse sind da nicht vorrangig. Die Jungs wollen ja auch alle irgendwann zu den Senioren stoßen und da muss man, unabhängig für welchen Verein man sich entscheidet, Fußball spielen können.

Frage: Die Kommunikation auf dem Platz ist natürlich nie zu vernachlässigen. Inwiefern hast Du den Jungs schon die einfachen, aber wichtigen Kommandos nähergebracht?

Walter: Wir haben mit den einfachen Kommandos „Klatsch“ und „Dreh“ angefangen. Das sind Grundelemente, die das Team schnell beherrschen soll. Außerdem haben wir daran gearbeitet, dass der Torwart sich die Viererkette und den Sechser einfach organisiert und versucht, das Spiel auch zu lesen. Da hat sich aber schon ein guter Fortschritt eingespielt.

Frage: Wie viel Zeit findest Du, um individuell auch mit dem Torwart zu arbeiten?
Es könnte natürlich besser sein, aber wir haben Grundlagentechniken wie das Abtauchen und Abdrücken, aber auch die Abstöße trainiert. Glücklicherweise ist unser Keeper fußballerisch schon echt gut und kann den Spielaufbau von hinten heraus flach gestalten. Da sind wir auf einem guten Weg.

Frage: Welche nächsten Ansatzpunkte siehst Du für die kommenden Wochen?

Walter: Wir werden uns jetzt so langsam mit dem Übergangsspiel und dem Spiel im letzten Drittel beschäftigen. Das Problem ist, dass wir oft gegen keine sichtbare Ordnung spielen. Hast Du zum Beispiel einen Gegner, der in einem klar erkennbaren 4-3-3 System spielt, kannst Du die Mannschaft darauf einstellen, dass auf den Flügel mehr Platz ist. So ist es aber im Zusammenspiel aber wichtiger, dass man schnell passen kann und den Ball vielleicht mal schnell durch die Schnittstelle stecken kann oder dass wir mutig nach vorne spielen und häufig im Eins gegen Eins zum Abschluss kommen.

Frage: Wie effektiv seid ihr denn schon vor dem gegnerischen Tor?

Walter: Da wir uns flach durchkombinieren wollen, kommen wir noch nicht so häufig gefährlich in die Box. Wenn es dann aber klappt, machen die Jungs das auch gut. Im Testspiel hat die Mannschaft das neulich  stark umgesetzt und auch hoch gewonnen. Das hat mir gut gefallen. Dort haben wir viele schöne Pässe durch die Schnittstelle gespielt, haben clever mit der Abseitslinie gespielt.

Frage: Wie sieht die Lage personell aus?

Walter: Noch ist der Kader recht dünn besetzt und wir sind auf jeden Spieler angewiesen. Ich hoffe aber, dass wir uns in der Winterpause noch verstärken können und so auch ein richtiger Konkurrenzkampf entsteht. Die Jungs, die da sind, sind aber sehr verlässlich.

Frage: Wie fühlst Du dich im Umfeld der JSG?

Walter: Sehr gut. Die Wege in den kleineren Vereinen sind viel kürzer und ich habe in allen Stammvereinen meine verlässlichen Ansprechpartner, die mich auch unterstützen. Außerdem nimmt mir mein Betreuer Michael Utsch eine ganze Menge Arbeit ab und ist total verlässlich.

Frage: Was ist Euer Ziel für die Rückrunde?

Walter: Unser Ziel ist es einerseits, einen Platz im Mittelfeld der Tabelle zu erreichen, andererseits aber auch die klare Weiterentwicklung der Mannschaft. Wir wollen offensiv noch mutiger und präziser werden. Außerdem ist es wichtig, dass die Jungs ihre eigene Leistung gut einschätzen können und auch selbstkritisch werden und lernen, Kritik nicht persönlich, sondern sportlich aufzunehmen. Auch da sehe ich uns aktuell auf einem guten Weg.

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