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Gefühlte Niederlage trotz Remis in Aachen

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Wie gewonnen, so zerronnen: Gegen Alemannia Aachen führte die 1. Mannschaft am Tivoli bereits mit 2:0, kassierte in den Schlussminuten aber noch den 2:2-Ausgleich.

Groß war das Staunen, als die Käner Reisegruppe am Tivoli in Aachen nach der Anreise das bundesligataugliche Stadion in Augenschein nahm.

Gegen den Tabellennachbarn Alemannia Aachen stand Neuzugang Kenan Dünnwald-Turan erstmals von Beginn an auf dem Feld, den rot gesperrten Jannik Schneider ersetzte Marcel Radschuweit in der Innenverteidigung.

Vor 4100 Zuschauern, die die Gastgeber bis zur allerletzten Sekunde lautstark nach vorne peitschten, war die Alemannia die tonangebende Mannschaft, die viel Ballbesitz generierte.

Auch erste Chancen ließen nicht lange auf sich warten. Beim Schuss von Robin Garnier war Florian Hammel im Tor des FCKM aber ebenso zur Stelle wie bei der anschließenden Ecke, die Dimitry Imbongo unplatziert auf den Kasten köpfte.

Immer wieder versuchte es der Traditionsverein auch aus der Distanz, zielte dabei aber häufig zu hoch.

In der 24. Spielminute zeigte sich Kaan-Marienborn dafür effektiv und ging mit dem ersten echten Torabschluss gleich in Führung. Dünnwald-Turan spielte gut den Doppelpass mit Gencal, der Ex-Erndtebrücker Niklas Jakusch mit einem halbhohen Schuss überwand.

Kurz darauf hielt Hammel die Führung mit einer starken Parade gegen Garnier aufrecht, ehe Kapitän Toni Gänge seinen Körper kurz darauf gegen Mahmut Temür geschickt einsetzte, sodass Aachens Nummer 10 aus fünf Metern nicht zum Abschluss kam.

Nach dem Kabinengang standen die Gäste zunächst sicher. Außer einem harmlosen Distanzschuss von David Pütz brannte nichts an. In der 60. Spielminute ersetzte Tiziano Lo Iacono dann Elsamed Ramaj und der neue Mann sollte gleich großen Anteil am 2:0 haben.

Willensstark ging er auf Linksaußen in das Laufduell mit zwei Aachener Verteidigern, legte den Ball dann auf Gencal quer. Dessen zentral angebrachten Schuss konnte Alemannia-Keeper Jakusch nur abklatschen lassen, Dünnwald-Turan staubte dann in bester Stürmermanier ab.

Leider erwies sich das 2:0 als die bekannt trügerische Führung. In der Schlussphase drückte Aachen immer stärker, der Anschlusstreffer, den Kai Bösing per Freistoß über den in dieser Situation unglücklich aussehenden Hammel die rechte Ecke setzte (85.), war die logische Konsequenz.

Nur Sekunden später lag der Ball erneut im Tor, aber Schiedsrichter Julian Engelmann nahm den Treffer zurück und entschied auf Stürmerfoul von Blendi Idrizi gegen Mats Scheld, der sich beim Kopfballduell leicht aufstützte.

Die dramatische Schlussphase spitzte sich zu, als Mehmet Kurz in der Nachspielzeit für eine Grätsche nach einem Fehlpass von Lo Iacono die rote Karte sah.

Mit dem allerletzten Angriff brachte Alemannia Aachen den FC Kaan dann sogar noch um den ersten Sieg in der Regionalliga. Der lange Ball von Spielführer Peter Hackenberg segelte in den Strafraum und Alexander Heinze nickte mit dem Hinterkopf in buchstäblich letzter Sekunde zum 2:2 ein (90.+4).

So steckte der 1. FC Kaan-Marienborn trotz des bislang effektivsten Auftritts in der Regionalliga spät eine gefühlte Niederlage ein, das Unentschieden ist in Anbetracht des Chancenverhältnisses natürlich leistungsgerecht, aber für die 1. Mannschaft sehr bitter.

Am kommenden Samstag empfängt Kaan die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund in der Herkules-Arena.

Alemannia Aachen - 1. FC Kaan-Marienborn 2:2 (0:1)

Aufstellung: Hammel, Yigit, Radschuweit, Gänge, Scheld, Binder, Waldrich (76. Krieger), Kurt, Gencal, Ramaj (60. Lo Iacono), Dünnwald-Turan (89. Brato)

Bank: Bölker (ETW), Buceto, Bauer, Schilamow

Tore: 0:1 Burak Gencal (24.), 0:2 Kenan Dünnwald-Turan (67.), 1:2 Kai Bösing (85.), 2:2 Alexander Heinze (90.+4)

Besondere Vorkommnisse: rote Karte gegen Mehmet Kurt (90.+3)

Schiedsrichter: Julian Engelmann

Assistenten: Lars Lehmann, David Hennig

Zuschauer: 4100

 

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