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1. Mannschaft muss gegen Obercastrop lange nachsitzen

Scheld unter 1mb

Erst im Elfmeterschießen behielt die 1. Mannschaft beim Landesliga-Aufsteiger SV Wacker Obercastrop mit 6:4 (1:1) in der 2. Runde des Krombacher Westfalenpokals die Oberhand.

Mit dem Mannschaftsbus des TuS Ferndorf trat der 1. FC Kaan-Marienborn die Reise nach Castrop-Rauxel an, mit dem klaren Ziel, den Einzug in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs zu buchen.

Grüßte in Siegen noch die lachende Sonne vom Himmel, begann es schon auf der Fahrt leicht zu nieseln – keine gute Verheißung für den sandigen Kunstrasen, auf dem die Bälle durch die beständigen Regenfälle sehr schnell wurden.

Mit einer auf vielen Positionen veränderten Startelf gingen die Käner in die Partie, vermittelten dabei einen souveränen Eindruck und versuchten, den Gegner mit vielen Ballbesitzphasen zu ermüden.

Ob des nassen Geläufs war die Anfangsphase aber von vielen Stockfehlern und kleinen technischen Unsauberkeiten auf beiden Seiten geprägt.

Als probates Mittel der Offensivbemühungen erwiesen sich dann schnell schnittige Diagonalbälle, die Mats Scheld immer wieder gefährlich in den Strafraum schlug. Früh fand er John Buceto mit einem solchen Ball auf halbrechts im Strafraum, dem die Murmel bei der Annahme aber etwas zu weit vom Fuß sprang.

Trotz gefühlten 70-80 Prozent Ballbesitz kam Kaan-Marienborn aber vorerst zu keinem zwingenden Abschluss, anders die Gastgeber, die nach einem Ballverlust Sascha Schröder freispielten.

Der bislang beste Liga-Torschütze der Hausherren marschierte allein auf Torwart Christian Bölker zu und zielte flach in die linke Ecke, aber der Käner Keeper war blitzschnell unten und parierte ganz stark zur Ecke.

Es war eine erste große Schrecksekunde denn außer einem verzogenen Schuss von Mike Bednarek nach einer Ecke hatte Wacker noch keine Offensivaktion.

Nachdem Jens Bauer es für Kaan nach einem starken Pass von Talha Varli erfolglos aus der Distanz versuchte, trug das Heimteam vor der Pause noch einen guten Angriff vor. Maik Bothe versuchte es nach einem Chip in den Strafraum technisch anspruchsvoll mit einem Heber, legte den Ball aber über das Tor.

Thorsten Nehrbauer mahnte seine Mannschaft in der Pause, spielerisch bessere Lösungen zu finden, kurz nach dem Beginn der zweiten Hälfte spielte Obercastrop aber ein Handelfmeter in die Karten.

Nach einem Fernschuss aus 20 Metern soll Marius Jung der Ball an die Hand gesprungen sein. Schiedsrichter Marian Zabell entschied sofort auf Strafstoß, Bednarek legte sich den Ball zurecht und verwandelte sehr routiniert unten rechts (56.).

Die Gäste waren nun gefordert, Thorsten Nehrbauer beorderte Dawid Krieger und Burak Gencal in die Partie, brachte zudem Jannik Schneider auf die Sechserposition.

Gegen immer stärker anrennende Käner boten sich Wacker Obercastrop naturgemäß Räume zum Kontern, die der Landesligist auch mit mehreren Nadelstichen zu nutzen wusste. So traf der eingewechselte Nick Hubner nach Vorarbeit von Schröder beispielsweise neben das Tor.

Wie schon in der 1. Runde in Lennestadt bewahrte Kaan aber bis in die Schlussminute hinein die Ruhe. Der eingewechselte Gencal zog von rechts in Richtung Tor, entschied sich aber im Angesicht des verrammelten Gehäuses nicht für einen Torschuss, sondern gab den Ball hoch hinter den zweiten Pfosten.

Dort lief Jannik Schneider mustergültig ein und schob den Ball cool in die lange Ecke (90.). Da die Nachspielzeit keine Entscheidung brachte, ging es in die Verlängerung.

In der ersten Hälfte hatte Kaan eine gute Chance durch einen Kopfball von Dawid Krieger nach Scheld-Flanke, nach dem neuerlichen Seitenwechsel war es wieder ein Kopfball, hinter den der Pole aber nicht genug Druck brachte.
Einen brandgefährlichen Konter hatte aber auch Wacker Obercastrop noch im Tank, Mats Scheld klärte jedoch beherzt zur Ecke.

In der 120. Minute sah Jannik Schneider dann noch wegen einer vermeintlichen Beleidigung des Linienrichters die rote Karte. Er wird am Samstag gegen Alemannia Aachen fehlen.

Anschließend ging es in das spannende Elfmeterschießen. Dawid Krieger trat als erster Schütze an und verwandelte sicher. Nachdem auch Wackers Moritz Budde links oben verwandelte, blieb auch Marcel Radschuweit cool und brachte Kaan wieder mit 3:2 nach vorne.

Torhüter Christian Bölker bewies dann gegen Bastian Fritsch den richtigen Instinkt und fischte den halbrechts platzierten Elfmeter sicher ab. Ganz humorlos baute Burak Gencal die Führung vom Punkt dann rechts unten aus.

Robin Franke traf dann zwar auch sehr sicher für Wacker, aber auch Tiziano Lo Iacono brachte seinen Strafstoß im Tor unter – mit merklich Dusel wohl gemerkt, weil der Ball vom Unterkörper des SV-Schlussmann David Scholka noch ins Tor trudelte.

Nachdem auch Andre Pape treffsicher war, lag es an Mats Scheld, seinen Ruf als Standardexperte zu untermauern. Mit seinem verwandelten Elfmeter beendete er einen langen und nervenaufreibenden Pokalabend zugunsten der Käner.

Der Landesligist hat sich aber bis zur allerletzten Sekunde sehr teuer verkauft und dürfte in dieser Verfassung auch keine Probleme haben, den Klassenerhalt zu realisieren.

In der 3. Runde wird der Gegner der Westfalenligist Concordia Wiemelhausen sein. Die Runde ist bis zum 14. Oktober angesetzt.


SV Wacker Obercastrop – 1. FC Kaan-Marienborn 4:6 (1:1) n. E.

Aufstellung: Bölker, Jung (72. Schneider), Brato, Radschuweit, Scheld, Varli, Buceto (64. Krieger), Bauer, Schilamow, Bulliqi (78. Gencal), Lo Iacono

Tore: 1:0 Mike Bednarek (56. HE), 1:1 Jannik Schneider (90.)

Elfmeterschießen: 1:2 Dawid Krieger, 2:2 Moritz Budde, 2:3 Marcel Radschuweit, 2:3 Fritsch (gehalten), 2:4 Gencal, 3:4 Franke, 3:5 Lo Iacono, 4:5 Pape, 4:6 Scheld.

Besondere Vorkommnisse: rote Karte gegen Jannik Schneider (120.)

Schiedsrichter: Marian Zabell

Assistenten: Marcel Scherff, Dustin Höse

Zuschauer: 200

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