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Kaansinn: Remis bringt den Aufstieg in die Regionalliga

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Die 1. Mannschaft ist mit einem 0:0 bei der Hammer Spielvereinigung als Tabellenzweiter in die Regionalliga West aufgestiegen. Nach dem Abpfiff blieb bei diversen Duschen und den hochkochenden Emotionen kein Auge trocken.

Vor einer Kulisse von 790 Zuschauern darunter rund 150 mitgereisten Käner Anhängern hatte die Elf von Thorsten Nehrbauer die richtigen Lehren aus dem Hinspiel gezogen. Gegen die umschaltstarken Gastgeber entwickelte sich über 90 Minuten eine von der Taktik geprägte Partie, da jederzeit spürbar war, dass keine der beiden Mannschaften in das offene Messer laufen wollte.

Torraumszenen genossen deshalb auch eher Seltenheitswert, weil sich die Begegnung weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Abwartend agierten die Käner im Ballbesitz, bis sich die richtigen Räume, beziehungsweise Lücken boten.

Die erste und auch einzige wirkliche Großchance initiierte dann Daniel Waldrich nach einem Doppelpass mit Semih Yigit, der gegen seinen ehemaligen Verein natürlich bis in die hinterletzte Haarspitze motiviert war.

Knapp vor der Seitenauslinie steckte der Außenverteidiger flach in den Strafraum auf André Schilamow durch, der Torhüter Christoph Hunnewinkel mit einem Flachschuss in die kurze Ecke prüfte.

Weil Kaans Keeper Florian Hammel auf der anderen Seite vor dem Halbzeittee weitestgehend beschäftigungslos blieb, notierte Schiedsrichter Selim Erk lediglich drei gelbe Karten.

Kurz nach dem Wiederanpfiff zappelte der Ball dann im Netz, nachdem Marcel Radschuweit seine Kopfballstärke am zweiten Pfosten unter Beweis stellte, der Treffer wurde aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

Ein möglicher Foulelfmeter blieb dann verwehrt, nachdem Daniel Waldrich auf den Ball am gegnerischen Strafraum herausragend nachsetzte, auf Höhe der Sechzehnerlinie dann aber von Bennet Eickhoff umgesenst wurde.

Den gegebenen Freistoß jagte der eingewechselte Johannes Burk in seinem letzten Spiel für Kaan-Marienborn dann in die Mauer, ehe auch Jared Jörgens bei seinem Abschiedsspiel nochmal ran durfte.

Nach dieser Szene drückte die HSV in den Schlussminuten aber nochmal mächtig auf die Tube, packte die Brechstange aus und schlug viele Flugbälle in Richtung Käner Strafraum.

Immer wieder wurde der flinke Leon Tia auf Rechtsaußen gesucht, ehe es die Hammer in den letzten Minuten fast ausschließlich mit Diagonalbällen auf die linke Seite versuchten, aber der klein gewachsene Yigit sprang wie seine zehn Mannschaftskollegen voller Überzeugung in jeden Ball und holte gemeinsam mit seinen Abwehrkollegen an alter Wirkungsstätte viele Kopfbälle.

So wurde es nur einmal richtig brenzlig, als Innenverteidiger Marcel Radschuweit auf der Linie klärte, bis zum Abpfiff zeigten die Käner aber auch beim letzten Auftritt der Saison nochmal, warum gute Defensivarbeit entscheidend ist.

Es passte aber irgendwie, dass es mit Anfang der Druckphase der Hammer aus den Wolken grummelte. Kaan geriet aber nie in den Regen, geschweige denn in die Traufe.

Nach der dreiminütigen Nachspielzeit kannte der Jubel natürlich überhaupt keine Grenzen mehr. Das gesamte Team lag sich in den Armen und feierte gemeinsam mit den mitgereisten Fans, die über 90 Minuten eine ganz tolle Unterstützung von den Rängen brachten.

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Nach den üblichen Getränkeduschen wurde die Feier dann im Duschraum bei tosenden Gesängen fortgesetzt und das gesamte Funktionsteam Trainerduo durfte mehr oder minder freiwillig im Ermüdungsbecken eine kleine Tauchstunde verleben.

Nach der Dusche ging die Party dann im Mannschaftsbus so richtig steil, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an unseren Busfahrer Dietmar, der uns in dieser Saison überall sicher hingebracht hat und auch sämtliche Lautstärkepegel auf den Rückfahrten ertragen hat.

In der Herkules-Arena angekommen, wartete die Anhängerschaft, die mit den Fanbussen bereits eher aus Hamm zurückgekehrt war und feierte das gesamte Team euphorisch ab.

Bei Kaltgetränken, leckerer Currywurst-Pommes und der ein oder anderen Siegeszigarre wurde der Erfolg entsprechend losgelöst gefeiert.

Dieser Erfolg, begründet auf einer Mannschaft, die vor Mentalität und Teamgeist nur so strotzt, einem akribisch und leidenschaftlich arbeitenden Trainerteam, dem unermesslich wichtigen Team hinter dem Team, den ehrenamtlichen Helfern, den Zuschauern bei den Heim- und Auswärtsspielen und last but not least den Werbepartnern und Sponsoren, ist die pure Sensation.

Er ist aber auch zweifelsohne ein Produkt des eingeschlagenen Siegerländer Wegs. Nicht ohne Grund hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß das Modell der Vereinbarkeit von Beruf und höherklassigem Fußball als vorbildlich und zukunftsweisend beschrieben.

Jetzt freuen wir uns alle geschlossen auf das Abenteuer Regionalliga!

Dieser Aufstieg ist ganz klar den beiden Verstorbenen Manfred Leipold und Rolf-Werner Vitting gewidmet, die den Verein gelebt und geliebt haben.

Der 1. FC Kaan-Marienborn sagt DANKE! KAANSINN!!!

Hammer Spielvereinigung – 1. FC Kaan-Marienborn 0:0

Aufstellung: Hammel, Waldrich, Yigit, Gänge, Radschuweit, Tomas, Schilamow (60. Burk), Brato, Arslan (86. Wermes), Krieger, Gencal (72. Jörgens)

Bank: Klose (ETW), Schmidt, Balijaj, Scheld

Schiedsrichter: Selim Erk

Zuschauer: 790

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