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Großer Pokalfight wird nicht belohnt

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Alles war perfekt – fast jedenfalls! Herrliches Fußballwetter, eine gut gefüllte Tribüne und ein für die Umstände (24 Stunden vorher hatten noch die Sportfreunde Siegen ihr Heimspiel gegen RW Oberhausen darauf absolviert) gut bespielbarer Rasen. 

 

Ca. 800 Zuschauer wollten sich die Premiere des 1. FC Kaan-Marienborn im Siegener Leimbachstadion gegen den amtierenden Tabellenführer der dritten Liga anschauen – und sie sollten ihre Entscheidung nicht bereuen. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Nehrbauer lieferte über 120 Minuten einen packenden und intensiven Pokalfight, bei dem sie die Arminen mehr als einmal zur Verzweiflung brachten. Dass es am Ende nicht ganz zur Sensation reichte, hatte mehrere Gründe. Zum einen hatte man bei den wenigen, aber dennoch gefährlichen Abschlüssen nicht das Quäntchen Glück, das man an so einem Abend braucht – und zum anderen muss man auch die bessere Qualität der Arminen anerkennen, die bereits früher im Spiel bei einer ihrer Pfosten- oder Lattentreffer in Führung hätten gehen können. Dennoch stellte man sich später im VIP-Zelt des Öfteren die Frage: Was wäre gewesen, wenn? Wenn z.B. der Kopfball von Michael Reed nach einer Ecke von Mats Scheld den Weg ins Netz gefunden hätte? Oder wenn Dennis Noll bei seinem Schuss von der 16er-Kante etwas besser gezielt hätte? Dass es am Ende dann noch nicht ganz reichte, lag also an den besagten Gründen, wobei auch der Schiedsrichter mitunter etwas unglücklich und zum Ärger der Kaan-Marienborner Anhänger, nicht immer ganz konsequent agierte. So hätte er nach einer klaren Tätlichkeit in der ersten Halbzeit einen Bielefelder Akteur mit Rot vom Platz stellen müssen. Es gab nur Gelb. Und Gelb gab es in der Folge noch öfter, jedoch fast ausschließlich für Käner Spieler, was hier und da als ziemlich unverhältnismäßig empfunden wurde.

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Generell verhielten sich die Bielefelder in einigen Situationen nicht gerade professionell. Dazu passte, dass ihr Trainer Norbert Meier nach dem Spiel die Pressekonferenz verweigerte, was den wartenden Gästen und dem Käner Trainer, Thorsten Nehrbauer nicht sonderlich gefiel: „Zum Thema Arminia Bielefeld und meinem Trainerkollegen kann ich nur so viel sagen, dass ich auch lange Zeit Profi war und ich dieses Verhalten einfach nicht kenne. Ich bin erschrocken wie sich Arminia Bielefeld hier präsentiert hat und ich finde es nicht sportlich, dass mein Kollege hier zur Pressekonferenz nicht erschienen ist.“ Außerdem waren die Verantwortlichen darüber „erstaunt“, dass trotz anders lautender Angaben schließlich nur 70 Gäste aus Bielefeld anreisten.

Doch zurück zum sportlichen: Für seine Spieler fand Thorsten Nerhbauer nur lobende Worte: „Ich ziehe meinen Hut vor meiner Mannschaft, die ein tolles Spiel abgeliefert hat und gerade bei diesen Verhältnissen läuferisch und kämpferisch lange richtig gut mitgehalten hat. Das ist für mich eine Bestätigung, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.“

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So ging dieser tolle Pokalabend im Krombacher VIP-Zelt zu Ende und alle waren sich schließlich einig, dass der 1. FC Kaan-Marienborn mit diesem Auftritt viel Werbung in eigener Sache betrieben hatte. Es war alles perfekt – fast jedenfalls!

 

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