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FCKM 1: Nehrbauer: "Alle müssen sich hinterfragen"

 

Die Probleme beim 1.FC Kaan-Marienborn nehmen nicht ab. Bei Westfalia Wickede unterlag die Nehrbauer-Elf trotz Halbzeitführung noch mit 1:2 (1:0) – diesmal kündigt der Übungsleiter Konsequenzen an. Vergleicht man beide Halbzeiten, dann hätten die knapp 200 Zuschauer im Wickeder-Pappelstadion sicherlich die Frage stellen können, wo denn die starken Käner-Spieler aus dem ersten Durchgang geblieben sind?

Anscheinend in der Kabine, denn alles was die Gäste in den ersten 45 Minuten so gut machten, das machten sie dann im zweiten Durchgang schlecht. Zunächst war von Wickede nicht viel zu sehen, es waren die Siegerländer, die das Heft in die Hand nahmen. „Es war eine fantastische erste Halbzeit, wir waren absolut überlegen und haben völlig verdient geführt“, so Kaan-Coach Thorsten Nehrbauer. Die Überlegenheit konnte dann Alexander Ecker (39.) kurz vor dem Pausentee dann auch in die 1:0 Führung ummünzen.

Was nach dem Seitenwechsel dann passierte, das ist auch für Nehrbauer nur schwer zu begreifen: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wir sind immer sehr akribische auf jeden Gegner vorbereitet, spielen eine klasse erste Hälfte und brechen dann so ein. Für uns geht es bis zur Winterpause nur noch um Schadensbegrenzung.“

Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff der Ausgleich. Die Käner viel zu weit weg von den Gegenspielern und Tim Schrade (52.) nutzt seinen Freiraum mit einem 20-Meter-Knaller in den Winkel. Zehn Minuten später dann die Westfalia-Führung durch Mohamed Lmcademali (64.). Wickede steht nicht um sonst im oberen Drittel der Tabelle und hat weiterhin Tuchfühlung zur Ligaspitze. Lässt man die Westfalia, vor allem zu Hause, spielen, dann kann es einfach nicht gut gehen – das bekamen die Käner dann auch zu spüren.

„Sie wollten es dann einfach einen Tick mehr als wir und daher war es dann auch ein verdienter Sieg. Nach vorne gab es für uns überhaupt keine Entlastungen mehr, das lag vor allem an der läuferischen Präsenz“, erklärte Nehrbauer. Kaan schaffte es nach den Gegentreffern überhaupt nicht mehr, so richtig gefährlich vor das Wickeder Tor zu kommen.

Ein Auftritt der ein Nachspiel haben wird. „Ich sehe es nicht mehr ein, die Mannschaft komplett über einen Kamm zu scheren. Wir haben immer vier, fünf Leute die abliefern und vier fünf Leute, die ihre Leistung einfach nicht bringen. Ich muss mich etwas neu sortieren und einige brauchen dann einfach mal eine Pause – alle müssen sich hinterfragen, ob sie immer die richtige Leidenschaft auf den Platz bringen. Das ist natürlich jetzt die Chance für die jungen Spielern, sich weiter aufzudrängen“, findet Nehrbauer klare Worte.

In der kommenden Woche steht zunächst wieder eine Videoanalyse an, die Spieler sollen nochmals vor Augen geführt bekommen, welche Fehler zu der schwachen zweiten Hälfte geführt haben.

Etwas positives gab es dann aber doch noch: Sowohl dem aus der zweiten Mannschaft hoch gerückten Thomas Brühl, als auch der eigentlichen Nummer Zwei im Tor, Patrick Stock, attestierte Nehrbauer eine gute Leistung: „Ich denke die Rechtsverteidiger-Position ist genau die richtige für Thomas und auch Patrick Stock hat heute gezeigt, dass wir definitiv kein Torhüter-Problem haben.“ (mn)

Kaan: Stock – Brühl, Gänge, Noll, Jörgens – Schmidt (73. Balijaj), Reed – Jung (66. May), Ecker, Stein (82. Waginzik) – Kügler.

Tore: 0:1 Ecker (39.), 1:1 Schrade (52.), 2:1 Lmcademali (64.).

Zuschauer: 200.

Schiedsrichter: Marco Müller.

Quelle zum Originalbericht und Link: www.expressi.de

 

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